Umbenennung Sportanlage

1.FC Romonta Amsdorf

 

Ein denkwürdiger Tag

 

In Amsdorf wurde am 27.06.2014 das „Sportzentrum Peter Müller“ in Erinnerung an den vor einem Jahr verstorbenen Präsidenten nach ihm benannt. Mit einer Schweigeminute wurde zudem des ehemaligen Torjägers Carsten Trägner gedacht.

 

Amsdorf/MZ.

Oft wird Fußball als schönste Nebensache der Welt bezeichnet. Und am Freitagabend war der Sport tatsächlich nur schmückendes Beiwerk. Denn alles, was in Amsdorf passierte, galt einem Mann: Peter Müller. Vor einem Jahr war der Präsident im Alter von nur 49 Jahren verstorben.

Fleiß und Ehrgeiz

Nun trägt die Anlage des 1. FC Romonta Amsdorf den Namen „Sportzentrum Peter Müller“. Die Idee dazu hatte Seegebietsbürgermeister Jürgen Ludwig schon wenige Tage nach Müllers Tod am 16. Juni 2013 in die Öffentlichkeit getragen. Am Freitag sprach Ludwig vom „Verlust einer bedeutenden Persönlichkeit für die Gemeinde.“ Denn was Müller anpackte, verfolgte er mit Ehrgeiz und Akribie bis zum Ziel. „So war Peter schon als Junge“, beschreibt ihn seine Mutter Helga, die mit ihrem Mann Dieter sowie Müllers Bruder Lothar am Freitag zu den Gästen des feierlichen Aktes gehörte. Und Dieter Müller ergänzte: „Peter war nicht nur Klassenbester, sondern auch Schulbester, weil er so ehrgeizig und fleißig war.“ Das hat ihn auch in seiner fast zehnjährigen Präsidentschaft des 1. FC Romonta ausgezeichnet.

Spiel mit Trauerflor

 

Dabei, so sein ehemaliger Chef Günter Stieberitz, Aufsichtsratsvorsitzender der Romonta Bergwerksholding AG, „musste Peter erst mal lernen, wie man Fußball guckt.“ Denn ein Fußballfreund und -kenner sei er damals nicht gerade gewesen, als er von Stieberitz den „Dienstauftrag“ Präsidentschaft erhielt. Denn das Unternehmen Romonta fühlt sich der Region und den Vereinen verpflichtet. Und dann sagte er: „Was viele gar nicht wissen, Peter Müller hat fast seine gesamte Freizeit dem Amsdorfer Verein geopfert.“ Doch in Amsdorf wurde am Freitag nicht nur Peter Müller geehrt. Mit einer Schweigeminute wurde des ehemaligen Torjägers Carsten Trägner gedacht, der am 15. Juni, also fast auf den Tag genau ein Jahr nach Peter Müller, gestorben ist. Deshalb spielten Amsdorfs Altherren mit Trauerflor am Arm gegen eine Prominentenauswahl um Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn, der mit seiner Mannschaft 4:8 gegen die Oldies unterlag. Drittes Spiel der Promis in Amsdorf und dritte Niederlage. Alles wie immer also? Nicht nur wegen der Widmung der Sportanlage war vieles anders. Auch deshalb, weil beide Teams auf ihren Trikots ein Konterfei Trägners trugen. Ein denkwürdiger Freitag.