1. FC Romonta Amsdorf holt den Pokal in Wansleben

 

WANSLEBEN. 
Vom großen Favoritensterben sprachen am Sonntag einige Besucher der Wansleber Seefeldhalle, als der ESV Lok Röblingen (1. Kreisklasse) den Landesligisten Romonta Stedten 3:2 besiegt hatte.

Doch davon konnte keine Rede sein. Auch wenn Röblingen die Vorrundengruppe 1 mit der Maximalpunktzahl von neun als Sieger abschloss. Spätestens nach dem Spiel um Platz drei des neunten Hallenturniers um den Pokal der Romonta AG war die Fußballwelt wieder in Ordnung. Da nämlich bezwang Blau-Weiß Farnstädt die Röblinger mit 3:1. Und im Finalspiel setzte sich Amsdorf mit 4:2 gegen Romonta Stedten durch.

Na ja, jedenfalls fast in Ordnung war sie die Fußballwelt. Denn warum der MSV Eisleben nicht angereist war, konnte Amsdorfs Vizepräsident Enrico Brandt auch gestern Nachmittag nicht beantworten. „Ich habe niemand erreicht“, so Brandt. Weil die Lutherstädter fehlten, musste kurzfristig der Spielplan geändert werden. So kam Stedtens Marc Böttger zur Ehre, erster Torschütze des Turniers zu sein. Gegen Röblingen zeigte er sich nicht so treffsicher, schoss einen Neunmeter kurz vor Schluss neben den Kasten.

Und machte so mit Röblingen erstmals in neun Jahren Turniergeschichte einen „Underdog“ zum Gruppensieger. Stimmt so natürlich nicht ganz. Denn die Röblinger um den verbandsligaerfahrenen Markus Raase spielten sehr stark und hatten mit Giovanny Angulo auch die Entdeckung des Turniers im Team. Er wurde zum besten Spieler gekürt.

Der für Lok Röblingen kickende Giovanny Angulo ist als bester Spieler des Turnier gekürt worden.

 

Die Zweite Vertretung des 1.FC Romonta Amsdorf scheiterte im Viertelfinale, nach einer 1:5 Niederlage gegen den SV Blau-Weiß Farnstädt.

(Dass Amsdorf diesmal als Sieger von der Platte gehen würde, hatte sich schon beim 6:0 über Stedtens Zweite und erst recht beim 7:1 über Farnstädt angedeutet. Wie ein heißes Messer durch die Butter marschierten die technisch beschlagenen Amsdorfer durchs Turnier. Dabei hatte Trainer Recardo Egel quasi nur eine Mannschaft auf Zuruf zur Verfügung. Und er selbst wäre auch lieber im Bett geblieben. „Ich hatte einen Bandscheibenvorfall und werde am Dienstag operiert“, so der Trainer.

 

Stechen um Krone
Die Krone des Torjägers hätten sich die beiden Amsdorfer Kevin Gierz und Max Binsker gestern fast teilen müssen. Denn jeder hatte zehnmal getroffen. Weil aber nur eine Trophäe zur Verfügung stand, gab es ein Stechen vom Neunmeterpunkt, welches Gierz zu seinen Gunsten entschied. Auch der beste Keeper steht in Amsdorfer Diensten: David Tretropp. Ganze vier Treffer hat Tretropp im Laufe des Turniers am Sonntag in der Seefeldhalle kassiert.

Ein wenig ist so ein Turnier auch immer eine Neuigkeitenbörse. Doch davon gab es wenig. „Wir planen nichts konkretes. Aber wer weiß, was sich noch so ergibt in der Winterpause“, sagte zum Beispiel Amsdorfs Vizepräsident Brandt auf eine entsprechende Nachfrage.